Bayern hat eine erfolgreiche Wirtschaft. Damit das auch weiterhin so bleibt, müssen wir unsere Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Forschung weiter verstärken. Eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre ist der flächendeckende Ausbau unserer digitalen Infrastruktur, damit die enormen Potentiale der Digitalisierung auch im ländlichen Raum gehoben werden können. Die Wirtschafts- und Technologieförderung wollen wir reformieren. Über 300 verschiedene Förderprogramme sind unübersichtlich und ineffizient. Unsere Förderpolitik muss zudem mittelstandsfreundlicher werden. Um die optimale Finanzierung von Unternehmen jeder Größenklasse sicherzustellen, muss das bewährte bayerische Drei-Säulen-System bei unseren Banken erhalten werden.

  • Bis 2023 soll jedes Unternehmen einen leistungsfähigen Glasfaseranschluss haben
  • Bis 2023 soll es in Bayern eine flächendeckend 5G-Mobilfunkversorgung geben
  • Eine moderne und ganzheitliche Innovationspolitik
  • Beratung und Förderung bei der Wirtschaftsförderung künftig aus einer Hand
  • Zeitgemäße Erfolgskontrolle bei der Wirtschaftsförderung
  • Sparkassen und Genossenschaftsbanken erhalten und stärken
  • Digitale E-Governmentangebote für Unternehmen ausbauen
  • Aktualisierung des Bayerischen Rohstoffbericht aus dem Jahr 2002
  • Außenwirtschaftsförderung mit ausreichenden Finanzmitteln ausstatten

 

Unsere mittelständischen Unternehmen und unsere Handwerksbetriebe sind tragende Säulen der bayerischen Wirtschaft. Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2009 hat gezeigt: Während große Unternehmen tausende Arbeitnehmer entlassen haben, standen die meisten Mittelständler die Flaute mit ihren Mitarbeitern durch. Das zahlte sich im folgenden Aufschwung doppelt aus, da die Unternehmen die neuen Aufträge rasch abarbeiten konnten. Insgesamt ging Bayern gestärkt aus der Finanzkrise hervor. Handwerk und Mittelstand haben andere Ansprüche als Weltkonzerne und benötigen andere Voraussetzungen. Der Zugang zu Fachkräften, Kapital und Förderprogrammen ist schwieriger als für große Unternehmen. Wir wollen deshalb die bayerische Wirtschaftspolitik stärker auf den Mittelstand ausrichten, z.B. in der Wirtschafts- und Forschungsförderung. Wir sagen Nein zu den Handelsabkommen TTIP, CETA, TiSA und JEFTA.

  • Erhalt der Meisterpflicht
  • Meisterpflicht bei Berufen wie Fliesenlegern wieder einführen
  • Duale Berufsausbildung aufwerten: Volle Vergleichbarkeit mit Hochschulabschlüssen
  • Bildungsgutscheine von 2.000 Euro für die Meisterausbildung
  • Steuerliche Entlastung des Mittelstands
  • Steuerliche Förderung von Mittelständlern bei Forschung und Entwicklung
  • Höhere Eigenkapitalanforderungen bei Kreditinstituten verhindern
  • Regionalbanken erhalten: Kreditversorgung für den Mittelstand sichern
  • Planungssicherheit für Unternehmer bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche von Asylbewerbern





     

Qualifiziertes Personal fehlt in Bayern seit Jahren an allen Ecken und Enden: Bei den Erziehern, den Lehrern, dem Pflegepersonal, in den Naturwissenschaften und im Handwerk. Es fehlen der bayerischen Wirtschaft rund 230.000 Fachkräfte, darunter rund 200.000 beruflich Qualifizierte. Besonders betroffen sind die technischen Berufe. Wir haben hier einen Zustand erreicht, bei Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels an Wachstumsgrenzen stoßen. Das wollen wir FREIE WÄHLER schnellstmöglich ändern.

  • Rentable und ordentliche Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer
  • Akteure und Maßnahmen in einer bayerischen Fachkräfteallianz bündeln
  • Bildungsanstrengungen ab der Kita ausbauen
  • Duale Ausbildung durch konsequente Fortführung der Allianz für starke Berufsbildung in Bayern
  • Einwanderungsgesetz für eine qualifizierte Zuwanderung
  • Höhere Erwerbstätigkeit von Frauen durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 

Wir FREIEN WÄHLER stehen zur bäuerlichen Landwirtschaft in Familienhand. Landwirte versorgen die Bevölkerung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln und erhalten unsere typisch bayerische Kulturlandschaft. Gerade die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Steigende Auflagen und die zunehmende Mechanisierung machen kleineren Betrieben das Leben schwer, nicht selten geben diese auf. Wir wollen eine Trendwende erreichen. Den Landwirten soll wieder mehr Wertschöpfung aus der Urproduktion, ihrer eigentlichen Tätigkeit, bleiben. Neben der Erzeugung von Lebensmitteln wird deshalb auch deren Vermarktung vor Ort zunehmend wichtiger. Verbraucher und Lebensmitteleinzelhandel müssen besonders für regionale und saisonale Produkte sensibilisiert und die Direktvermarktung gestärkt werden. Für unsere Familienbetriebe brauchen wir Vereinfachungen und einen Abbau von Bürokratie. Mehr als ein Drittel unserer Landesfläche ist Wald. Wir müssen diese wertvolle Ressource schützen und im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung nutzen. Wir setzen uns für eine gleichermaßen ökologisch als auch ökonomisch sinnvolle Nutzung des Waldes in Bayern ein. Auch die bayerische Teichwirtschaft steht vor erheblichen Problemen. Streng geschützte Beutegreifer dezimieren die Fischbestände teilweise bis an die wirtschaftliche Existenzgrenze. Hier setzen wir uns für pragmatische Lösungsansätze ein.

  • Bäuerliche Landwirtschaft erhalten, anstatt Landwirtschaft in Investorenhand
  • Höhere Tierwohlstandards fördern und auch finanziell honorieren
  • Gentechnikfreies Bayern
  • Regionale Lebensmittel fördern und bewerben
  • Förderung der stallungsnahen Schlachtung von Tieren, kurze Wege im Sinne des Tierschutzes und der Lebensmittelqualität
  • Klare Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel
  • Kein standardmäßiger Einsatz von Antibiotika in der Tierfütterung
  • Keine Patente auf Pflanzen und Tiere
  • Die Förderung von Alternativen zu Tierversuchen in der Forschung
  • Regional besondere Bewirtschaftungsweisen fördern
  • Die heimische Eiweißversorgung stärken
  • Programme zum Schutz von Bienen und der Förderung der Imkerei
  • Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik weiterentwickeln und das Zwei-Säulenmodell beibehalten
  • Waldbesitzerverbände und Forstdienstleister unterstützen
  • Waldumbau fördern und Waldbauern unterstützen
  • Stellenabbau in den staatlichen Forstämtern stoppen
  • Roh- und Baustoff Holz verstärkt nutzen
  • Forstschädlinge effektiv bekämpfen
  • Effektive Managementpläne für große Beutegreifer wie den Wolf
  • Bewährtes Jagdrecht beibehalten
  • Probleme der Teichwirtschaft lösen
  •  Keine großflächigen Waldstilllegungen

 

Tourismus und Gastronomie sind wichtige Wirtschaftszweige, die viele Arbeitsplätze in unserer Heimat sichern. Die bayerische Tourismusbranche ist weitgehend mittelständisch geprägt, der Großteil der Leistungen wird von kleinen und mittleren Betrieben erbracht. Wir unterstützen Investitionen in die Tourismusinfrastruktur und die Stärkung der Betriebe. Der mittelständischen Hotellerie und Gastronomie machen zahlreiche neue Auflagen das Leben schwer: Bürokratie bei der Mindestlohndokumentation, immer strengere Brandschutzauflagen, umfangreiche Allergeninformationen, ausufernde Dokumentationspflichten im Hygienebereich. Wir wollen diese Probleme beseitigen, damit die häufig familiengeführten Unternehmen auch weiterhin bestehen und gut wirtschaften können.

  • Bürokratiestopp: Keine weitere Verschärfung von Vorschriften und Auflagen
  • Wochenarbeitszeit in der Gastronomie einführen
  • Einheitlicher Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für die Gastronomie
  • Tourismus und Gastronomie in einem Ministerium bündeln
  • Kritische Überprüfung neuer Brandschutzauflagen
  • Konzept gegen das Wirtshaussterben im ländlichen Raum
  • Öffentliche Tourismusinfrastruktur ausbauen
  • Barrierefreiheit im Tourismus voranbringen

 

Wir stehen für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Berufsschulen stehen vor großen Herausforderungen wie zunehmender Digitalisierung und zurückgehender Ausbildungszahlen. Wir wollen gewährleisten, dass möglichst alle Auszubildenden wohnortnah in die Berufsschule gehen können und sie optimal ausgebildet werden. Dafür brauchen die beruflichen Schulen die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen.

  • Verpflichtendes Betriebspraktikum für alle Schularten
  • Studien- und Berufsberater systematisch weiterqualifizieren
  • Maßnahmen zur Berufsorientierung an Schulen, vor allem an Gymnasien ausbauen
  • Sicherstellung der Lehrerversorgung durch Ausbau der Stammlehrerschaft und Aufbau einer integrierten Lehrerreserve
  • Staatliche Imagekampagne für die duale Ausbildung
  • Übergänge zwischen akademischer und beruflicher Bildung optimieren
  • Berufliche Abschlüsse an Hochschulen anerkennen
  • Inklusion und Integration an beruflichen Schulen verbessern
  • Berufsschulen aufwerten und besser ausstatten

 

Ihre gute Arbeit muss gut bezahlt werden. Jeder, der Vollzeit arbeitet, muss ohne staatliche Hilfen leben können. A-typische Beschäftigungsverhältnisse wie Leih- und Zeitarbeit sowie befristete Verträge sollen die Ausnahme werden. Darüber hinaus treten wir für eine Flexibilisierung der Arbeitszeit in speziellen Teilbereichen wie im Hotel- und Gaststättengewerbe ein, wenn dies von den dort Tätigen gewünscht wird. Denn die Regelungen in diesen Bereichen sind in der Praxis nicht mehr handhabbar.

  • A-typische Beschäftigungsverhältnisse eindämmen
  • Ganzheitlichen Betreuungsansatz bei der Arbeitsmarktintegration anwenden
  • Teilzeitberufsausbildung ausbauen
  • Praktika fair entlohnen
  • Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern beseitigen
  • Gleiche Bezahlung für Leiharbeiter und Stammbelegschaft
  • Landesaufträge nur an Unternehmen mit Tariflohn
  • EU-Überlassungsregelungen für ausländische Arbeitnehmer auf den Prüfstand stellen