06.10.2018
Hochwasserschutz an der Donau schon wieder verschoben

Hochwasserschutz an der Donau schon wieder verschoben

Die Kandidaten der FREIEN WÄHLER für den Landtag und Berzirkstag, Tobias Beck und Ludwig Waas, ließen sich von persönlich betroffenen Gemeinderäten aus Niederwinkling, deren Wohnorte im Sulzbach-Polder liegen, die große Verärgerung über die erneute Verschiebung des Hochwasserschutzes (von HQ 30 auf HQ 100) an der Donau vortragen.

Vertreter der Bayerischen Staatsregierung hatten einen Baubeginn bereits für 2017 versprochen und dies bei einer Veranstaltung in Deggendorf so auch im vorgelegten Zeitplan eingetragen. Das Planfeststellungsverfahren wurde 2014 begonnen und mit dem Beschluss rechnete man spätestens bis Ende 2017. Nun bestätigte die Bayerische Staatsregierung, dass mit einem Planfeststellungsbeschluss nicht vor Sommer 2019, und auch nur bei günstigen Voraussetzungen, zu rechnen sei. Selbst bei bestem Verlauf, kann vor 2020 kein Baubeginn starten.

Für Bürger, die seit 30 Jahren auf einen verbesserten Hochwasserschutz warten, ist dies nicht mehr hinnehmbar. Alleine für den Bereich des Sulzbach-Polder würde dies ein evtl. Bauende bis 2226/2227 bedeuten. Der Alltag in den „Festgesetzten Überschwemmungsgebieten“ wird von Baustopp, Auflagen, besonderen Prüfungen und Genehmigungen und Wegzug der jungen Leute geprägt. Während alle „vorgezogenen“ naturschutzrechtlichen Maßnahmen und Ausbauten erledigt sind, lässt der Schutz für die Bewohner auf sich warten. So kann man mit Menschen nicht umgehen, die ihre Heimat lieben und auch eine Zukunft für alle haben wollen.